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Ratgeber

Was ist BYD? Build Your Dreams — Marke, Geschichte, Bedeutung.

Wofür BYD steht, wie aus einem Batteriehersteller der größte Elektroautobauer der Welt wurde und was das für Käufer in Deutschland bedeutet.

BYD Düsseldorf2 Min. Lesezeit
BYD Düsseldorf

BYD steht für Build Your Dreams. Der Schriftzug prägt seit einigen Jahren die Heckklappen von immer mehr Fahrzeugen auf deutschen Straßen — doch viele Interessenten wissen wenig über das Unternehmen dahinter. Dieser Beitrag ordnet ein, wer BYD ist, woher die Marke kommt und warum die Herkunft aus der Batterieproduktion für Autokäufer eine praktische Bedeutung hat.

Vom Akkuhersteller zum Autobauer

BYD wurde 1995 in Shenzhen gegründet — nicht als Autohersteller, sondern als Produzent wiederaufladbarer Batterien für Mobiltelefone. In dieser Branche wurde das Unternehmen innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Anbieter weltweit. Der Einstieg in den Fahrzeugbau folgte erst 2003 durch die Übernahme eines chinesischen Automobilherstellers.

Diese Reihenfolge ist ungewöhnlich und erklärt vieles. Die meisten Autohersteller kaufen ihre Batteriezellen bei Zulieferern ein. BYD entwickelt und fertigt sie selbst — inklusive der Zellchemie, der Zellform und des Batteriemanagements. Das Unternehmen ist damit einer der wenigen Hersteller, die die teuerste und technisch anspruchsvollste Komponente eines Elektroautos vollständig im eigenen Haus beherrschen.

Was der Name bedeutet

„Build Your Dreams“ ist als Anspruch gemeint, nicht als Modellbezeichnung. In China tritt das Unternehmen mit dem Kürzel BYD auf, in Europa führt es den ausgeschriebenen Namen auf der Heckklappe mit. Die Buchstabenfolge selbst ist kein Akronym für chinesische Begriffe — sie war zunächst schlicht ein Firmenname, der Slogan kam später dazu.

Die Blade-Batterie als Kern der Technik

Bekannt geworden ist BYD im Fahrzeugbereich vor allem durch die Blade-Batterie. Sie arbeitet mit Lithium-Eisenphosphat statt mit den sonst verbreiteten Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen und ordnet die Zellen als lange, flache Streifen direkt im Batteriegehäuse an. Das spart Bauraum, erhöht die Steifigkeit der Karosserie und macht die Batterie thermisch robuster.

Für den Alltag hat die Zellchemie zwei spürbare Folgen: Die Batterie verträgt regelmäßiges Laden auf 100 Prozent besser als andere Bauarten, und sie ist auf eine hohe Zahl von Ladezyklen ausgelegt. Der Nachteil liegt in einer etwas geringeren Energiedichte — Lithium-Eisenphosphat-Batterien sind bei gleicher Kapazität schwerer.

BYD ist mehr als Autos

Der Fahrzeugbau ist nur ein Geschäftsfeld. BYD produziert außerdem Elektrobusse, die in zahlreichen europäischen Städten im Linienverkehr fahren, Batteriespeicher für Privathaushalte und Gewerbe, Gabelstapler, Schienenfahrzeuge und Elektronikkomponenten. Wer den Namen zum ersten Mal an einem Bus oder an einem Hausspeicher liest, begegnet also demselben Konzern.

Was das für Käufer in Deutschland heißt

Für die Kaufentscheidung sind drei Punkte praktisch relevant. Erstens: Die Batterie kommt vom Hersteller selbst, Garantiefragen laufen nicht über einen Dritten. BYD gibt acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer auf die Antriebsbatterie. Zweitens: Die Modellpalette deckt vom Kleinwagen bis zum Siebensitzer ein breites Feld ab, die Auswahl ist also nicht auf ein Segment beschränkt. Drittens: Das Vertriebs- und Servicenetz in Deutschland ist jünger als das etablierter Marken und wird derzeit ausgebaut — die Wege zur Werkstatt sind je nach Region unterschiedlich weit.

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