BYD bietet einen Teil der Modellpalette sowohl vollelektrisch als auch als Plug-in-Hybrid an. Die Hybridtechnik trägt das Kürzel DM-i — Dual Mode intelligent. Wer vor der Wahl steht, sollte die Unterschiede kennen, denn sie betreffen nicht nur den Antrieb, sondern auch Steuer, Förderung und Betriebskosten.
Wie DM-i arbeitet
Anders als bei vielen klassischen Hybriden ist der Verbrennungsmotor bei DM-i nicht der Hauptantrieb, sondern überwiegend Stromerzeuger. Das Fahrzeug fährt in den meisten Situationen elektrisch; der Benziner läuft im Bereich seines besten Wirkungsgrads und speist den Elektromotor. Erst bei höheren Geschwindigkeiten koppelt er direkt durch.
Der praktische Effekt: Das Fahrgefühl ähnelt einem Elektroauto, auch wenn der Verbrenner arbeitet. Und der Verbrauch bleibt niedriger als bei Hybridkonzepten, bei denen der Benziner das Fahrzeug direkt antreibt.
Der entscheidende Unterschied bei den Kosten
Hier wird es für die Kaufentscheidung konkret. Ein Plug-in-Hybrid ist steuerlich schlechter gestellt als ein reines Elektrofahrzeug:
- Dienstwagenversteuerung: Für reine Elektrofahrzeuge unterhalb der Bruttolistenpreisgrenze gilt die 0,25-Prozent-Regel. Plug-in-Hybride kommen auf 0,5 Prozent — also den doppelten geldwerten Vorteil.
- Kfz-Steuer: Reine Elektrofahrzeuge sind im gesetzlich festgelegten Zeitraum befreit. Plug-in-Hybride sind es nicht.
- THG-Quote: Die jährliche Prämie gibt es nur für reine Batteriefahrzeuge. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen.
Wann sich der Hybrid trotzdem lohnt
Es gibt Fälle, in denen DM-i die vernünftigere Wahl ist. Wenn Sie keine Lademöglichkeit zuhause haben und regelmäßig weite Strecken ohne planbare Ladepausen fahren — etwa im Außendienst mit wechselnden Zielen —, nimmt der Hybrid Ihnen die Ladeplanung ab. Auch wer einen Anhänger über lange Strecken zieht, fährt mit dem Hybrid entspannter.
Der Umkehrschluss ist ebenso wichtig: Wenn Sie zuhause laden können und Ihre Tagesstrecken unter 150 Kilometern liegen, ist der Plug-in-Hybrid die teurere Lösung. Sie zahlen für einen Verbrennungsmotor, den Sie kaum brauchen, und verlieren die steuerlichen Vorteile.
Der häufigste Fehler beim Plug-in-Hybrid
Ein Plug-in-Hybrid, der nie geladen wird, ist das schlechteste aller Fahrzeuge: Er schleppt das Gewicht einer Batterie mit sich herum, die er nicht nutzt, und verbraucht dadurch mehr als ein vergleichbarer Benziner. Wenn Sie sich für DM-i entscheiden, planen Sie die Lademöglichkeit von Anfang an mit ein.
Beratung statt Verkaufsargument
Wir sagen Ihnen offen, welche Variante zu Ihrem Fahrprofil passt — auch wenn das die günstigere ist. Bringen Sie zur Beratung Ihre typische Wochenstrecke und Ihre Lademöglichkeit mit, dann lässt sich das in wenigen Minuten klären. Zu den Modellen: BYD TANG und BYD SEAL U.